Potsdam/Berlin - Die ostdeutsche Industrie muss nach Einschätzung der Bundesbeauftragten für die neuen Länder, Iris Gleicke (SPD), ihre Exportquote kräftig steigern. Zwar sei die Industrie in den neuen Ländern seit 1995 real um fünf Prozent gewachsen, sagte Gleicke der "Märkischen Allgemeinen Zeitung" (Montag). Die Exportquote liege jedoch je nach Branche zwischen zehn und zwanzig Prozent unter dem westdeutschen Niveau. Daher müsse die Innovationskraft der ostdeutschen Unternehmen durch die gezielte Förderung von Netzwerken mit der Wissenschaft ausgebaut werden.

In einem im Auftrag von Gleicke erstellten "Atlas der Industrialisierung" werden 25 Netzwerke in der Hochtechnologie im Osten genannt, darunter Windkrafttechnik, Solartechnik, Elektromobilität und Ernährung. Zu einem Innovationsgipfel der Region Berlin-Brandenburg kommen am Nachmittag 250 Vertreter von Unternehmen, Wissenschaft, Politik und Verwaltung im Potsdamer Landtag zusammen.