Magdeburg - Als Konsequenz aus den Milliardenschäden nach dem Hochwasser 2013 fordert Sachsen-Anhalts Justizministerin Angela Kolb (SPD) eine Pflichtversicherung für Hausbesitzer. Bislang sei der Steuerzahler bei Katastrophen eingesprungen. Dies sei ungerecht, sagte Kolb. Diese Woche wollen sich die Justizminister mit dem Thema befassen. Die Versicherungswirtschaft habe ein Modell vorgeschlagen, wonach alle Gebäude in vier Risikozonen eingeordnet werden. Die Kosten würden im Jahr zwischen 100 und 1600 Euro für ein Einfamilienhaus im Wert von 330 000 Euro liegen. Aus ihrer Sicht sei eine solche Pflicht rechtlich möglich und auch sinnvoll, sagte Kolb. Es müssten aber noch eine Reihe von offenen Fragen geklärt werden.