Stendal - Die Autobahn 14 von Magdeburg nach Stendal soll nach den Worten von Regierungschef Reiner Haseloff (CDU) wie zuletzt geplant bis 2018 fertig werden. Ein Teilstück bei Colbitz werde im Oktober dieses Jahres für den Verkehr freigegeben, sagte Haseloff am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in Stendal. Bis 2020 soll die Autobahn bis nach Schwerin führen. "Darauf freuen wir uns fast schon eine Generation lang", sagte Haseloff.

Zuletzt hatte es wegen Klagen eines Umweltschutzverbandes weitere Verzögerungen für ein Teilstück gegeben. Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) hatte nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts im Januar das Ziel für die Fertigstellung der Trasse bis Stendal von 2017 auf 2018 geschoben.

Haseloff betonte, grundsätzlich sei das Autobahnprojekt aber nicht mehr gefährdet. "Die A14 wird kommen." Die Landesregierung wolle eine Planung im Einvernehmen mit den Naturschutzverbänden. "Wir wollen gemeinsam eine vernünftige Lösung." Naturschutzbelange müssten bei dem Projekt berücksichtigt werden. Rund ein Drittel der Baukosten gingen in den Naturschutz. Für die 155 Kilometer lange Trasse von Magdeburg bis Schwerin sind insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro veranschlagt.

Stendals Oberbürgermeister Klaus Schmotz (parteilos) betonte die Bedeutung der Autobahn für die Region. "Das ist für die Mehrheit der Altmärker ein ganz wichtiges Thema." Eine Reihe von Investoren, die ein Engagement in Stendal geprüft hätten, sei in den vergangenen Jahren wegen des fehlenden Autobahnanschlusses fern geblieben. Haseloff sagte, im Raum Magdeburg gebe es heute mehrere Industrie-Ansiedlungen, die zunächst für den Raum Stendal geplant gewesen seien.

Der Landrat des Kreises Stendal, Carsten Wulfänger (CDU), sagte, er hoffe, dass mit der Autobahn die hohe Arbeitslosigkeit im Kreis von zuletzt rund 13 Prozent sinken werde. Die Autobahn wird in einzelnen Abschnitten geplant, die jeweils auch alleine Sinn haben könnten. An dem Teilstück bei Colbitz, das im Herbst freigegeben werden soll, sind die Bauarbeiten schon weit fortgeschritten. Zuletzt wurden dort bereits die Fahrbahnmarkierungen angebracht.