Magdeburg - Nach dem Fund von Zyankali in einem Kleingarten am Arendsee vermuten die Behörden einen Zusammenhang mit einem Diebstahl aus dem Februar 2010. "Die Behältnisse haben den gleichen Umfang und das gleiche Aussehen wie die damals entwendeten Substanzen", sagte der Sprecher des Ordnungsamtes Salzwedel, Hans-Dieter Thiele, am Dienstag. "Und so viel Zyankali ist in Arendsee nun mal auch nicht im Umlauf."

Vor vier Jahren sei ein Kilogramm Zyankali aus der Wohnung eines Restaurators in Arendsee gestohlen worden, berichtete Thiele weiter. Der Handwerker habe das Gift damals legal aus beruflichen Gründen besessen. Zyankali ist das Kaliumsalz der Blausäure. Das schnell wirksame Gift führt zu inneren Erstickungen und damit zum Tod. Allein der Hautkontakt mit der Chemikalie ist gefährlich.