Leipzig - Der Deutsche Nationalpreis wird heute in Berlin an drei herausragende Akteure des Herbstes 1989 verliehen. Die Ehrung geht im 25. Jahr des Mauerfalls an die Leipziger Pfarrer Christian Führer und Christoph Wonneberger, den Bürgerrechtler Uwe Schwabe sowie an das Archiv Bürgerbewegung Leipzig. Damit würdigt die Nationalpreisstiftung zugleich die Leipziger Montagdemonstrationen.

Die Preisträger stünden stellvertretend für all jene Menschen, die 1989 in der DDR auf die Straße gegangen sind, teilte die Stiftung mit. Die Auszeichnung ist mit 60 000 Euro dotiert. 30 000 Euro gehen an das Archiv, der Rest wird unter den Pfarrern und dem Bürgerrechtler geteilt. Schwabe (52) hatte sich in der untergehenden DDR für Umweltschutz und Menschenrechte engagiert. Pfarrer Christian Führer (71) öffnete damals die Leipziger Nikolaikirche für Friedensgebete. Pfarrer Christoph Wonneberger (70) ist der Initiator der Friedensgebete.