Berlin - Um Rechtmäßigkeit und Hintergründe von Medikamentenstudien in der DDR bewerten zu können, will eine Forschergruppe ausgewählte Auftragsstudien westlicher Pharmahersteller näher prüfen. Bislang gilt es als gesichert, dass zwischen 1980 und 1990 etwa 300 Studien dieser Art in der DDR durchgeführt wurden. "Noch fehlt uns aber die historische Tiefe", sagte der federführende Leiter der Forschergruppe, Prof. Volker Hess vom Medizinhistorischen Institut der Charité, am Montag bei der Präsentation eines Zwischenberichts. Analysiert wurden bislang etwa Akten und Zeitzeugen-Berichte. Die Arbeit läuft noch bis Ende 2015.