Magdeburg - Spaten statt Waffe: Bausoldaten waren in der DDR diejenigen, die den Dienst an der Waffe verweigerten. Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) hat am Mittwoch den Einsatz dieser Männer und ihre Rolle bei der friedlichen Revolution gewürdigt. Sie hätten persönliche Nachteile und Einschränkungen bei der Berufswahl in Kauf genommen und sich selbst von Schikanen und schwerster körperlicher Arbeit nicht schrecken lassen, sagte Dorgerloh laut Ministerium bei der Enthüllung einer Informationstafel zum Platz der Bausoldaten in Merseburg.

Dorgerloh, der vor seinem Theologiestudium selbst Bausoldat war, sagte: "Der Dienst ohne Waffe in den Baueinheiten war für die SED-Führung ein bleibender Stachel, der letztlich auch zum Ende der DDR beigetragen hat."