Halle - Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) hat die gegen ihn erhobenen Vorwürfe der schweren Untreue vor Gericht zurückgewiesen. "Alle Einstufungen entsprachen dem Gesetz", sagte er am Donnerstag zu Beginn des Prozesses in Halle. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, an drei seiner engsten Mitarbeiter mehr Geld als im Tarifvertrag vorgesehen zu zahlen. Dabei geht es konkret um eine Zulage für Berufserfahrung. Wiegand zufolge erfüllten die Mitarbeiter die Kriterien mit jeweils zehnjähriger Praxis. Laut Anklage könnten der Stadt durch die Höhergruppierung der drei Mitarbeiter bis zum Ende von Wiegands siebenjähriger Amtszeit 300 000 Euro Mehrkosten entstehen. Das Landgericht will sie als Zeugen befragen. Wiegand ist seit 1. Dezember 2012 im Amt.