Leipzig - Mehr als 1500 Menschen haben am Sonntag in und an der Leipziger Nikolaikirche Abschied von Christian Führer genommen, einem der wichtigsten Akteure der friedlichen Revolution in der DDR. "Wir halten unsere Trauerfeier an einem ungewöhnlichen Tag, einem Sonntag", sagte Nikolaikirchenpfarrer Bernhard Stief vor der Trauergemeinde. Gewählt worden sei der Sonntag, weil dieser für Führer als "Tag Gottes" stets der wichtigste Wochentag gewesen sei. Er habe unermüdlich daran gearbeitet, "das Wort Gottes in klaren und verständlichen Worten an die Menschen weiterzutragen." Führer, der 28 Jahre lang als Pfarrer in St. Nikolai tätig war, war am Montag einer schweren Lungenerkrankung erlegen.