Halle - Zwischen Rettungshubschrauber und Fußballhype: Tausende Wissensdurstige sind am Freitagabend in der "Langen Nacht der Wissenschaften" durch Halle gestreift. Viele Besucher seien jedoch erst nach dem WM-Spiel der deutschen Nationalelf in die Labors und Hörsäle geströmt, berichtete die Sprecherin der Universität Halle, Manuela Bank-Zillmann, am Samstag. Zu den beliebtesten Anlaufpunkten gehörten die Nationale Akademie der Wissenschaften. Mehr als 1800 Neugierige besuchten in dem vor wenigen Jahren neu eröffneten Sitz der Akademie am Jägerberg Veranstaltungen wie den Science Slam. Auf dem Gelände des Universitätsklinikums begeisterte ein Rettungshubschrauber Groß und Klein.

Auf Fußball habe an dem sommerlichen Abend niemand verzichten müssen, sagte Bank-Zillmann. In mehreren Hörsälen konnten Sportbegeisterte den Sieg der deutschen Spieler gegen Frankreich im WM-Viertelfinale auf großen Leinwänden verfolgen. Zudem hielten Theologen Vorträge über den Glauben ans Spiel. Insgesamt ließen sich mehr als 70 Einrichtungen - von der Universität Halle bis zu den Franckeschen Stiftungen - zwischen 18.00 und 1.00 Uhr nachts in die Karten schauen.