Gardelegen (gb) l Sie sind noch alle da, die fünf kuscheligen Schwanenjungen, die in diesem Jahr relativ spät, nämlich erst Ende Mai am Stadtgraben geschlüpft sind. Sie werden streng bewacht von den Eltern, denen Gardeleger Bürger die Namen Benno und Bertha gegeben haben.

Das junge Schwanenpaar lässt den Nachwuchs allerdings auch nicht aus den Augen. Einer von ihnen bleibt ständig in der Nähe des Quintetts. Benno und Bertha hatten vor wenigen Wochen das Altpaar Anton und Antje aus ihrem langjährigen Revier, dem Stadtgraben, vertrieben. Ingeborg Köhn, Gardelegens Schwanenfachfrau, hatte ihre Umquartierung (mithilfe der Feuerwehr) in den Raum Mieste angeregt, wo sie nun im Drömling ihr Altenteil bezogen haben. "Sie hätten sich nie mit dem neuen Paar vertragen", ist Köhn sicher.

Dass die Nachfolger bei ihrem vermutlich ersten Nachwuchs gleich fünf Junge großziehen, findet sie schon beachtlich - genau wie die Energie, mit der sie die Jungen verteidigen. Da könne es schon passieren, dass ein Blesshuhnjunges, das der Familie zu nahe komme, von einem Schwan gepackt werde und dann durch die Luft fliege.