Magdeburg - Die Präsidentenstelle beim Landesarbeitsgericht Sachsen-Anhalt bleibt weiter unbesetzt. Das Verwaltungsgericht Halle hat am Dienstag in einem Eilverfahren entschieden, dass eine neue Auswahl für den Posten zu treffen ist. Sie gab damit der Klage einer Mitbewerberin statt. Sie war gegen einen Vorschlag der Landesregierung vorgegangen, die eine andere Bewerberin bevorzugt hatte. Das Verwaltungsgericht bemängelte vor allem, dass der Präsidialrat als Richtervertretung im Besetzungsverfahren nicht ordnungsgemäß beteiligt worden sei.

Die zunächst nicht berücksichtigte Bewerberin könnte in einer neuen Runde gewählt werden, da sie breite Rechtskenntnisse habe und über langjährige Erfahrungen in der Gerichtsverwaltung verfüge, teilte das Verwaltungsgericht weiter mit.

Der frühere Präsident des Landesarbeitsgerichtes Werner Zink war im Jahr 2012 ausgeschieden. Seither ist die Stelle unbesetzt.