Halle - Gefangene in Sachsen-Anhalt werden künftig mit einem neuen Bus transportiert. Das knapp 500 000 Euro teure und 12,30 Meter lange Fahrzeug wurde am Dienstag dem Leiter der Justizvollzugsanstalt Halle, Hans-Jürgen Stach, übergeben. Der Transporter ist laut Justizministerium eine Maßanfertigung und hat "extrem gute Sicherheitsbedingungen". In dem Bus haben 28 Gefangene Platz. Es gibt darin Zellen für eine Person sowie für vier und fünf Häftlinge sowie eine Toiletten-Kabine. Der moderne Bus fährt anstelle eines großen Sammeltransporters für Gefangene, der vor zwölf Jahren angeschafft wurde und nun ausgemustert wird.

Halle ist in Sachsen-Anhalt Knotenpunkt für Gefangentransporte. Mit dem Bus werden Häftlinge zu anderen Gefängnissen im Land sowie zu zentralen Anlaufstellen in benachbarte Bundesländer gebracht. Den Angaben zufolge gibt es noch zwei weitere große Busse und einen kleineren mit 14 Plätzen.

Der Auftrag für den neuen Bus wurde europaweit ausgeschrieben. Eine finnische Spezialfirma bekam den Zuschlag. Stach betonte, mit dem neuen Fahrzeug verbesserten sich die Bedingungen für die Gefangenen und die Arbeitsbedingungen der begleitenden Beamten deutlich.