Halle - Langzeitarbeitslose in Ostdeutschland sollen auch künftig besonders gefördert werden. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) begrüßte am Mittwoch eine entsprechende Vereinbarung, die die Regierungschefs der ostdeutschen Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) getroffen haben. Langzeitarbeitslosigkeit sei gerade im Osten immer noch ein Problem, betonte Haseloff.

Der Regierungschef hatte sich zuvor für ein Nachfolgeprojekt der Bürgerarbeit stark gemacht, die 2014 ausläuft. "Für die Menschen, die trotz Bemühens im ersten Arbeitsmarkt nicht Fuß fassen konnten, brauchen wir weitere Hilfen" sagte Haseloff der "Mitteldeutschen Zeitung" (Mittwoch).

Das Modell Bürgerarbeit wird nach Angaben von Regierungssprecher Matthias Schuppe in dieser Form aber definitiv nicht weiterlaufen. Nach der politischen Willenserklärung in dem nun vereinbarten Papier "Ostdeutschland 2020" werde es jetzt Gespräche der Länder mit dem Bund geben, um ein konkretes neues Konzept zu entwerfen.

Bürgerarbeiter werden Langzeitarbeitslose genannt, denen mit öffentlichem Geld eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im gemeinnützigen Bereich verschafft wurde - für maximal 36 Monate. In Sachsen-Anhalt war die Bürgerarbeit im Sommer 2006 gestartet und mit dem Bundesprogramm Bürgerarbeit im Jahr 2010 bundesweit ausgedehnt worden.