Dessau-Roßlau - Knapp zwei Jahre nach einem tödlichen Arbeitsunfall in den Stickstoffwerken Piesteritz hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen drei Mitarbeiter einer Spezialfirma erhoben. Die Männer im Alter zwischen 35 und 53 Jahren müssten sich wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung verantworten, teilte das Landgericht Dessau-Roßlau mit.

Drei Arbeiter der Spezialfirma aus Halle waren im September 2012 ums Leben gekommen, als sie für die Stickstoffwerke Strahlenarbeiten an einer rund 40 Meter hohen Hochfackel erledigten. Ein Ventil an einem Druckluftbehälter sei damals geschlossen gewesen. Die drei Arbeiter erstickten.

Dem Geschäftsführer des Spezialunternehmens sowie dem Bauleiter werde vorgeworfen, kein Sicherheitspersonal in Sichtweite der drei Mitarbeiter angeheuert zu haben, hieß es. Ein weiterer Mitarbeiter sei verantwortlich, weil er das Ventil am Druckluftbehälter nicht geöffnet habe.