Magdeburg - 40 Jahre nach seinem Diebstahl ist ein wertvoller Bildteppich zurück im Kulturhistorischen Museum Magdeburg. Das mehr als 500 Jahre alte Kunstwerk wurde am Donnerstag vorgestellt und ist bis zum 10. August dort ausgestellt. Der 2 Meter mal 1,30 Meter große Teppich war Teil der Beute von mehreren Raubzügen in den 1970er Jahren. Die Diebe wurden verurteilt, die Beute blieb verschollen. Vor einem Jahr erhielt das Museum Hinweise zum Verbleib des Teppichs. Ein Mann hatte ihn Anfang der 80er Jahre in West-Berlin erworben und von dem Raub nichts gewusst. Er habe Verständnis gezeigt und gegen ein Entgelt in die Rückgabe eingewilligt, teilte das Museum mit.

Der Teppich soll 1585 in einer Werkstatt in Wismar entstanden sein. Er erzählt die Geschichte der Jüdin Esther und ihres Ehemannes, des Perserkönigs Ahasver.

Nach Angaben des Landeskriminalamtes ermittelt die Beamten derzeit in fast 30 Fällen von Kunstraub. Dazu zählen eine Bronzebüste aus dem Kurpark Bad Lauchstädt (Saalekreis) und eine Handglocke aus dem Kloster Drübeck (Harz).