Essen - Freistil-Weltrekordler Paul Biedermann verzichtet an diesem Wochenende krankheitsbedingt auf die zweite Qualifikation für die Schwimm-EM in Berlin.

"Der Trainingsausfall war einfach zu groß. Paul ist mittlerweile zwar wieder ins Training eingestiegen, der Wettkampf in Essen würde ihn jetzt aber erneut rausbringen", sagte Chef-Bundestrainer Henning Lambertz in einer Mitteilung des Deutschen Schwimm-Verbandes vom Montag. "Die EM in Berlin ist aber nicht in Gefahr", stellte Lambertz mit Blick auf die Titelkämpfe vom 13. bis 24. August klar.

"Ich konnte in den letzten zwei Wochen krankheitsbedingt kaum trainieren", ließ Biedermann über sein Management verlauten. Daher wolle er in Absprache mit dem Chef-Bundestrainer diese Woche zum Training nutzen. "Ich bin sehr froh über die Möglichkeit und werde sie so gut wie möglich nutzen, um bestmögliche Ergebnisse bei der EM in Berlin zu erbringen", erklärte der Doppel-Weltmeister von 2009.

Biedermann hatte wegen diverser Krankheiten und Trainingsrückstands auf die Langbahn-Saison 2013 verzichtet. Bei der deutschen Meisterschaft Anfang Mai hatte er aber mit guten Zeiten über 100, 200 und 400 Meter Freistil ein starkes Comeback gefeiert. Biedermann gilt neben dem Olympia-Vierten Steffen Deibler und dem WM-Zweiten Marco Koch als einer der wenigen Hoffnungsträger für die Becken-Wettbewerbe im Berliner Velodrom.

Beim Überprüfungswettkampf in Essen vom 17. bis 20. Juli müssen die Leistungen der deutschen Meisterschaft eigentlich bestätigt werden. Allerdings sind die geforderten Normzeiten von Vor- und Endläufen nicht so hart wie bei der DM, da der Trainingsaufbau zur Heim-EM nicht gestört werden soll. Nach erfolgter EM-Nominierung Anfang kommender Woche absolviert der Beckenschwimm-Kader noch ein Trainingslager auf Sardinien.