Magdeburg - Formel-1-Pilot Felipe Massa ist sehr abergläubisch. "Ich pflege viele Rituale", berichtete er am Mittwoch in Magdeburg. Dazu zähle, dass er immer mit dem rechten Fuß zuerst ins Auto steige. Und wenn es bei der Qualifikation für ein Rennen am Samstag gut laufe, behalte er die Unterhosen schon mal bis zum Sonntag an, sagte der 33-Jährige. In seiner Freizeit lasse er es eher ruhig angehen, und selbst bei seinem Hobby, dem Motorradfahren, sei er sehr vorsichtig, sagte er bei einem Besuch des Helmherstellers Schubert GmbH. Dort kam er auch ins Gespräch mit der Belegschaft.

Massa trägt seit vielen Jahren Schutzhelme der Schuberth GmbH, einem nach eigenen Angaben führenden Hersteller auf diesem Gebiet. "Ihr habt mir das Leben gerettet, ich danke Euch", sagte der Rennfahrer in Anspielung auf seinen schweren Unfall beim Großen Preis von Ungarn im Jahr 2009. Damals traf ihn eine 800 Gramm schwere Stahlfeder am Kopf und verletzte ihn schwer.

Er wolle noch eine ganze Weile in der Formel 1 fahren, sagte der Williams-Pilot. Er beglückwünschte die Belegschaft zum Sieg der Deutschen bei der Fußball-WM in Brasilien. Er hoffe nun, dass er als Brasilianer in Deutschland gewinne. Das Rennen in Hockenheim wird an diesem Sonntag ausgetragen. In der Formel-1-WM liegt Massa derzeit auf Platz zehn.