Leipzig - Nach hochsommerlicher Hitze am Wochenende soll es in Sachsen-Anhalt auch in den kommenden Tagen schwül-warm bleiben. In der Nacht zum Montag sind laut Deutschem Wetterdienst (DWD) vom Harz bis in den Burgenlandkreis allerdings einzelne Gewitter möglich. Südlich der Linie Harz-Anhalt-Bitterfeld werden sogar kräftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen erwartet.

Am Sonntag durften die Sachsen-Anhalter noch einmal Sonne satt und heiße Temperaturen genießen. Am wärmsten wurde es am Nachmittag laut DWD mit fast 35 Grad in Bernburg, mit 34,2 Grad in Genthin und 33,3 Grad in Magdeburg.

Viele versuchten, der Hitze in den Freibädern des Landes zu entkommen. "Um 7.30 Uhr ist der Ansturm schon losgegangen", sagte Mathias Nobel, Geschäftsführer des Heidebades in Halle. "Jetzt hat der Sommer richtig angefangen", fügte er hinzu. Die Badegäste seien sehr entspannt. "Die Leute haben jetzt Ferien, den Kopf frei und sind gut drauf." Im Waldbad Adria in Dessau-Roßlau war der Andrang so groß, dass Inhaber Uwe Schlawig nicht einmal dazu kam, die Lage zu beschreiben. Das Magdeburger Carl-Miller-Bad meldete ebenfalls eine gute Auslastung. Im Salzlandkreis appellierte die Polizei an die Besucher von Badeseen, ihre Fahrzeuge so abzustellen, dass Zufahrten für Rettungskräfte nicht blockiert würden.

Als Besuchermagneten entpuppten sich auch die Rübeländer Tropfsteinhöhlen in Oberharz am Brocken. "Heute suchen alle die Kühle", sagte eine Mitarbeiterin. Mit dem Besucherinteresse zeigte sie sich zufrieden. So mancher Gast sei bei den 50-minütigen Rundgängen in der Baumanns- und Hermannshöhle allerdings auch ins Frösteln gekommen. "Bei 8 Grad sollte schon eine Jacke dabei sein", sagte die Mitarbeiterin. Ähnliche Erfahrungen wurden auch aus der Schauhöhle Heimkehle in der Gemeinde Südharz berichtet. "Für die 6 bis 8 Grad in Höhle waren die meisten Gäste nicht warm genug angezogen", hieß es.