Brüssel/Leipzig - Die EU-Kommission hat staatliche Beihilfen für den Flughafen Leipzig/Halle genehmigt. Die Hilfen stehen im Einklang mit neuen EU-Leitlinien vom Februar 2014, wie die Behörde am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Gleiches gelte für die Airports Dortmund und Niederrhein-Weeze. Bei der Entscheidung sei die Bedeutung der Flughäfen für die geografische Anbindung und die wirtschaftliche Entwicklung berücksichtigt worden.

Beihilfen dürfen laut EU-Recht nicht den Wettbewerb verzerren. Den Leitlinien zufolge können Flughäfen mit weniger als drei Millionen Passagieren jährlich zehn Jahre lang Geld erhalten. Bei Flughäfen mit weniger als 700 000 Passagieren könne auch länger gezahlt werden.

Im Fall des Flughafens Leipzig/Halle gebe es zwar staatliche Beihilfe, doch sei diese gerechtfertigt. Es handele sich um Investitionen, mit denen ein wirkliches Transportbedürfnis in der Region gedeckt werde. Zudem gehe es um einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Region. Der Flughafen sei mit insgesamt rund 13 000 Arbeitsplätzen verbunden und nutze für die Luftfracht auf dem Markt seine Position als Nacht-Flughafen.