Halle - Im Urlaub noch hat Akaki Gogia die Sonne in vollen Zügen genossen, nun aber hat er genug von ihr: Die 3. Fußball-Liga geht wieder los. Und auch wenn der Wetterbericht für den Auftakt des Halleschen FC am Samstag (14.00 Uhr) gegen Chemnitz erst einmal bewölkten Himmel ankündigt - mit um die 30 Grad und Sonne wäre auf dem Rasen nicht zu spaßen. "Wir werden wohl gegen die Hitze und gegen Chemnitz ankämpfen müssen", sagte der Mittelfeldspieler und schob mit einem Augenzwinkern nach: "Wir können jede Wolke gebrauchen."

Das erste Spiel wird für die Truppe von Trainer Sven Köhler gleich im doppelten Sinn zur Bewährungsprobe. Es müsse einfach "jeder für jeden kämpfen und jeder für jeden laufen", meinte Gogia. Man müsse vor allem die Laufwege kurz halten, sich unnötigen Aufwand ersparen, die Konzentration hoch halten und die kühle Erfrischung der Betreuer lieber einmal mehr als zu wenig dankend entgegen nehmen. Dies ist eine Lehre, die der 22-Jährige vor allem aus dem letzten Testspiel gezogen hat. Hohe Temperaturen machten dem HFC vergangenen Samstag gegen den Zweitligisten FC Erzgebirge Aue erheblich zu schaffen. Es blieb der einzige Probelauf, der in der Vorbereitung verloren ging.

Auch wenn sich das Team schon zum Start mit den Langzeitausfällen der Stammkräfte Toni Lindenhahn und Björn Ziegenbein im Mittelfeld personell eingeschränkt sieht, soll es einen Fehlstart wie im vergangenen Punktspieljahr nicht geben. Zuspruch kommt auch von den Trainern der anderen Drittliga-Vereine. Einer Umfrage zufolge halten viele den HFC für den Geheimfavoriten im Rennen um die Aufstiegsplätze. Doch Gogia winkt da ab, sieht andere wie Bielefeld und Wehen Wiesbaden viel eher in der Pflicht. "Wir müssen erstmal verinnerlichen, dass wir eine gute Mannschaft sind. Was man damit anfangen kann, das wird man nach drei, vier Spielen sehen."

Mit den Neuen Sascha Pfeffer (Chemnitzer FC), Maximilian Jansen (VfL Bochum II), Ivica Banovic (Energie Cottbus), Dominic Rau (Erzgebirge Aue), Selim Aydemir (VfR Aalen) und Osayamen Osawe (Southport FC) habe man sich in jedem Fall "hochqualitativ" verstärkt. Mit Pfeffer, Jansen und Rau dürften es gegen Chemnitz auch drei von ihnen ziemlich sicher in die Startelf schaffen.

Aufhorchen ließ zuletzt aber auch einer, der schon da war. Sören Bertram erzielte in den Vorbereitungsspielen sechs Tore - ein gutes Drittel der gesamten HFC-Ausbeute. Hat er sich für dieses Jahr was vorgenommen? "Ich habe mir persönlich kein Ziel gesetzt. Wenn ich die Quote von der Vorsaison bestätigen könnte, wäre das schon ganz gut", sagte er und fügte an: "Ein paar mehr aus dem Spiel könnten es schon sein." Vergangene Saison hatte Bertram sieben seiner elf Tore vom Elfmeterpunkt erzielt.