Erfurt - DDR-Bauten haben oft einen schweren Stand, sich zwischen jahrhundertealtem Erbe und neuer Architektur zu behaupten. Der Blick schwankt zwischen Begeisterung und notwendigem Übel. Dabei bietet ostdeutsche Architektur weit mehr als eintönige Neubaugebiete. Vielfach überrascht sie mit gewagten Lösungen. Land, Kommunen, Firmen, Eigentümer und Investoren gehen höchst unterschiedlich mit der Hinterlassenschaft um, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa ergab. Nach Meinung von Thüringens Landeskonservator Holger Reinhardt hat seit 1990 ein Umdenken eingesetzt. So nähmen ideologisch begründete Berührungsängste ab.