Magdeburg/Leipzig - Zahlreiche Gewitter und starker Regen haben Teile von Sachsen-Anhalt in Atem gehalten. Vor allem die Region vom Harz bis in die Altmark war in der Nacht zu Mittwoch und am Mittwochmorgen betroffen, wie Manuel Voigt vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig sagte. Das Land sei aber im Vergleich zu den Befürchtungen glimpflich davongekommen.

Am meisten Regen fiel im Ortsteil Born in der Colbitz-Letzlinger Heide mit 43 Litern pro Quadratmeter innerhalb von zwölf Stunden. In Seehausen in der Altmark wurden am Mittwochvormittag 24 Liter pro Quadratmeter in nur einer Stunde gemessen. Auch der Harz war betroffen - vor allem aber in Niedersachsen. In Bad Harzburg wurden mehr als 80 Liter in zwölf Stunden gemessen.

Auf den Autobahnen haben es kleinere Unfälle wegen Unachtsamkeit im Regen gegeben, sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei Börde. Die Polizei in Köthen berichtete, teils seien Äste auf die Straßen gefallen, insgesamt sei man aber glimpflich davon gekommen. Die Polizei in Salzwedel berichtete von mehreren vollgelaufenen Kellern und Verkehrsbehinderungen durch das Wasser. In Niedersachsen mussten mehrere Straßen wegen Überflutung gesperrt werden, darunter die vierspurige B6 bei Harlingerode.

Für die kommenden Tage erwarten die Experten nun trockenes Wetter. Am Donnerstag und Freitag werde ein Hochdruckgebiet angenehme Temperaturen bringen, zudem sei die Luft dann nicht mehr so feucht, sagte Voigt. Am Wochenende werde es mit 27 bis 30 Grad wieder wärmer, dann seien aber auch neue Gewitter möglich.

Nach einer Bilanz des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach war es in Deutschland im Juli insgesamt zu warm und zu nass. In Sachsen-Anhalt habe die Durchschnittstemperatur 20,0 Grad betragen, normal seien 17,6 Grad. Die Niederschlagsmenge in Sachsen-Anhalt habe im Juli mit 110 Liter pro Quadratmeter mehr als das Doppelte des Normalwertes erreicht.