Magdeburg - Die starken Regenfälle der vergangenen Tage machen den Bauern im Land zu schaffen. "Die Felder stehen unter Wasser, die Landwirte können sie mit ihrer schweren Erntetechnik derzeit nicht befahren", sagte der Sprecher des Landesbauernverbandes Sachsen-Anhalt, Christian Apprecht, am Donnerstag in Magdeburg. Es müsste noch Roggen, Weizen und teilweise auch noch Raps eingebracht werden. Die Bauern befürchteten wegen der Nässe auch eine schlechtere Qualität der Körner und damit niedrigere Preise. Das sei zum Beispiel der Fall, wenn Getreide nicht mehr zu Lebensmitteln verarbeitet werden könne und verfüttert werden müsse.

Den Zuckerrüben - einer Hauptkultur in Sachsen-Anhalt - habe die Nässe nichts ausgemacht. Der Regen und die Wärme seien gut für ihr Wachstum, sagte Apprecht. Anfang bis Mitte August werden in den Zuckerfabriken die ersten Proberodungen verarbeitet. Dies gebe Aufschluss über den Zuckergehalt der Rüben.