Wendefurth - Nach zweijähriger Modernisierung hat das Pumpspeicherwerk Wendefurth im Harz am Donnerstag wieder den Betrieb aufgenommen. Knapp 40 Millionen Euro hat der Betreiber Vattenfall nach eigenen Angaben aufgebracht, um die Anlagen auf den neuesten Stand zu bringen. "Unsere Investition in das Pumpspeicherwerk unterstreicht Vattenfalls Strategie als Partner der erneuerbaren Energien", sagte Hubertus Altmann, Vorstand für das Ressort Kraftwerke der Vattenfall Europe Mining AG. Das Werk soll hauptsächlich als Speicher für Strom aus Wind und Sonne dienen.

Pumpspeicherwerke helfen laut Vattenfall, Schwankungen der stark anwachsenden Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auszugleichen. Abhängig davon, ob ein Überschuss an Strom oder ein Bedarf besteht, arbeitet es in zwei Varianten. Gibt es zu viel Energie, wird Wasser über Rohrleitungen von einem tieferen Becken in ein höheres gepumpt. Gibt es Bedarf, wird das Wasser über eine Turbine mit einem Generator nach unten geleitet und erzeugt so Strom.

"Die Pumpspeichertechnologie ist ein wichtiger Baustein der Energiewende", sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU). Die Turbinen in Wendefurth könnten binnen zwei Minuten die volle Leistung bringen. Gaskraftwerke benötigten zum Hochfahren 15 Minuten.