Halle - Im Untreue-Prozess gegen Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) kommt das Gericht ausnahmsweise heute zusammen. Normalerweise gebe es an Wochenenden keine Verhandlungen, sagte ein Sprecher des Landgerichts Halle. Ein Prozess dürfe aber nicht länger als drei Wochen unterbrochen werden, sonst platze er und müsse laut Strafprozessordnung von vorn beginnen. Wiegand ist wegen schwerer Untreue angeklagt. Die Staatsanwaltschaft Halle wirft ihm vor, an drei seiner engsten Mitarbeiter mehr Geld zu zahlen, als im Tarifvertrag vorgesehen ist. Der OB bestreitet die Vorwürfe. Seit dem 3. Juli wird der Fall in Halle verhandelt.