Halle - Nach der Anzeige eines Wahlhelfers hat die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren wegen Wahlfälschung bei der Europawahl in Halle eingeleitet. Das sagte Oberstaatsanwältin Heike Geyer am Montag. "Die entscheidende Frage ist, ist das Ergebnis unrichtig", sagte sie. Die Ermittlungen würden einige Zeit in Anspruch nehmen. "Das ist nichts Alltägliches." Nach einem der dpa vorliegenden Schreiben des Stadtwahlleiters wurden nach der Wahl am 25. Mai in einem Wahllokal mit rund 380 Wählern etwa 100 Stimmen zu viel ausgewiesen. Geyer bestätigte Medienberichte. Zuerst hatte das Nachrichtenmagazin "Focus" am Samstag online berichtet.