Stanford - Nur ein Punkt fehlte Angelique Kerber zum Satzgewinn, doch dann war Serena Williams wieder eine Nummer zu groß. Deutschlands beste Tennisspielerin muss nach ihrer Finalniederlage beim WTA-Turnier von Stanford/Kalifornien weiter auf ihren ersten Turniersieg des Jahres warten.

Trotz einer klaren 5:1-Führung im ersten Durchgang und zwei Satzbällen verlor die Kielerin das Endspiel des Hartplatz-Turniers gegen die von einem Virus genesene Williams mit 6:7 (1:7), 3:6. Die Amerikanerin steht nun schon die 200. Woche an der Spitze der Weltrangliste.

Während die Branchenbeste sich über ihren vierten Turniersieg des Jahres sowie ihren dritten Triumph bei der mit 710 000 Dollar dotierten Veranstaltung in Stanford freuen konnte, verließ Kerber 2014 zum vierten Mal den Court als Final-Verliererin. "Serena, Du hast heute gezeigt, dass Du derzeit die beste Spielerin der Welt bist", lobte Kerber die Siegerin. "Ich habe alles gegeben, was möglich war. Plötzlich traf sie den Ball immer besser, sie hat etwas ganz besonderes." In der neuen Weltrangliste verbesserte sich Kerber um eine Positionen auf Platz sieben.

Trotz ihrer fünften Niederlage gegen Williams im sechsten Duell zog Kerber ein positives Fazit. "Ich hatte eine großartige Woche hier, großartige Matches. Wir sehen uns nächstes Jahr wieder", sagte sie. Tags zuvor hatte sie sich noch durch einen Drei-Satz-Sieg in 2:39 Stunden gegen die Amerikanerin Varvara Lepchenko ins Endspiel gekämpft und dabei einen Matchball abgewehrt.

Williams hatte mit ihrer Semifinal-Gegnerin, Andrea Petkovic, beim 7:5, 6:0-Erfolg weitaus weniger Mühe und musste gegen Kerber auch nur im ersten Durchgang einige bange Momente überstehen. "Es war nicht einfach, Angelique hat so gut gespielt und schon lag ich schnell 1:5 hinten", meinte Williams.

Nachdem sie beim Stand von 2:5, 15:40 zwei Satzbälle abwehrte, klappte bei ihr fast alles, während Kerber einmal mehr viele leichte Fehler unterliefen und sie zunehmend mit sich selbst haderte. Zunächst konnte Kerber bei eigenem Aufschlag noch drei Matchbälle abwehren. Nach 80 Minuten nutzte Williams dann jedoch ihre vierte Chance zum Sieg.

"Genau gesagt bewege ich mich in die richtige Richtung", erwiderte Williams auf Fragen zu ihrer aktuellen Verfassung. Nach ihrer besorgniserregenden Aufgabe in Wimbledon, als sie beim Doppel mit ihrer Schwester Venus konfus und übermüdet wirkte, hat sie vorerst die Zweifel an ihrer Form beseitigt. "Es gibt immer noch Raum für Verbesserungen", urteilte Williams, fügte indes hinzu: "Der Sieg war gut für mich, um wieder Rückenwind zu gewinnen."

Kerber verliert Stanford-Finale gegen Sere...

Stanford - Nur ein Punkt fehlte Angelique Kerber zum Satzgewinn, doch dann war Serena Williams wieder eine Nummer zu groß. Deutschlands beste Tennisspielerin muss nach ihrer Finalniederlage beim WTA-Turnier von Stanford/Kalifornien weiter auf ihren ersten Turniersieg des Jahres warten.

  • Angelique Kerber unterliegt im Finale gegen Serena Williams.

    Angelique Kerber unterliegt im Finale gegen Serena Williams.
    Quelle: John G. Mabanglo

  • Dabei beginnt die Deutsche stark, schnell liegt sie im ersten Satz 5:1 in Führung.

    Dabei beginnt die Deutsche stark, schnell liegt sie im ersten Satz 5:1 in Führung.
    Quelle: John G. Mabanglo

  • Für die Weltranglistenerste Williams ist es schon der dritte Triumph in Stanford.

    Für die Weltranglistenerste Williams ist es schon der dritte Triumph in Stanford.
    Quelle: John G. Mabanglo

  • Kerber kann im zweiten Satz noch drei Matchbälle abwehren, doch nach 80 Minuten ist sie geschlagen. Foto: John G. Mabanglo

    Kerber kann im zweiten Satz noch drei Matchbälle abwehren, doch nach 80 Minuten ist sie geschl...
    Quelle: dpa

  • Die Siegerin darf sich über einen Stoff-Teddy freuen.

    Die Siegerin darf sich über einen Stoff-Teddy freuen.
    Quelle: John G. Mabanglo

  • Trotz ihrer fünften Niederlage gegen Williams im sechsten Duell zog Deutschlands Nummer eins ein positives Fazit.

    Trotz ihrer fünften Niederlage gegen Williams im sechsten Duell zog Deutschlands Nummer eins e...
    Quelle: John G. Mabanglo