Düsseldorf/Magdeburg - Der Rüstungskonzern Rheinmetall kann nach dem gestoppten Auftrag in Russland nun in der Heimat einen Erfolg vermelden. Von der Bundeswehr bekam das Unternehmen den Zuschlag, das bestehende Gefechtsübungszentrum in Letzlingen nördlich von Magdeburg bis 2018 weiter zu betreiben. Das teilte der MDax-Konzern am Freitag mit und bestätigte damit einen Bericht der Tageszeitung "Die Welt". Der Wert des Auftrags könne je nach Nutzungsumfang bei rund 70 Millionen Euro liegen.

Auf dem Übungsgelände können Soldaten dank Lasertechnik Kampfsituationen ohne scharfe Munition nachstellen. Derzeit wird auf dem Gelände auch an einer kompletten neuen Übungsstadt gebaut. Vom 17. bis 25. August wollen Bundeswehrgegner in der Nähe des Geländes gegen Militäreinsätze demonstrieren.

Das Übungszentrum des deutschen Heeres war die Vorlage für das geplante Gefechtszentrum bei Moskau, für das die Bundesregierung Rheinmetall wegen der Ukraine-Krise Anfang der Woche endgültig die Genehmigung entzogen hatte. Der Konzern rechnet deswegen mit Kosten von bis zu 20 Millionen Euro und will vom Staat entschädigt werden.