Magdeburg - Ein in Magdeburg zu zehn Jahren Haft verurteilter Drogenhändler kann nicht mit einem milderen Urteil rechnen. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe habe die Entscheidung des Landgerichts bestätigt, teilte ein Sprecher am Freitag mit. Eine Revision des Angeklagten habe der BGH als unbegründet verworfen.

Der mehrfach einschlägig vorbestrafte 38-Jährige hat laut Landgericht im September 2013 aus Tschechien knapp zwei Kilogramm der Droge Crystal geholt. Bereits zuvor hatte er sich mehr als 24 Kilogramm Amphetamin und knapp ein halbes Kilogramm Marihuana beschafft und in einer Magdeburger Garage deponiert - der Verkaufswert liegt bei mehreren hunderttausend Euro, wie das Gericht weiter mitteilte.

Mit dem Verkauf wollte sich der selbst Drogenabhängige laut Urteil einen gehobenen Lebensstil ermöglichen und finanzielle Probleme lösen. Der Angeklagte hatte vor Gericht behauptet, im Auftrag gearbeitet zu haben und nur 5000 Euro mit dem Crystalverkauf verdienen zu wollen, die Drogen in der Garage habe er für jemand anderes aufbewahrt. Das sah auch der BGH als Lüge an.