Stendal - Aus dem ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt sind nach dem Manipulationsskandal zu Anfang des Jahres anteilmäßig mehr Ostdeutsche ausgetreten als Westdeutsche. In Sachsen-Anhalt hätten 5500 von 460 000 Mitgliedern den Verein verlassen, während es in Niedersachsen 3600 von 900 000 Mitgliedern gewesen seien, sagte der Vorsitzende des ADAC-Regionalclubs, Ulrich Krämer, in einem Interview mit der in Stendal erscheinenden "Altmark-Zeitung". Die Austritte beziehen sich auf den Zeitraum von Januar bis Ende Juni.

Ein Hauptgrund für den Ost-West-Unterschied liegt laut Krämer in der Struktur. "In Niedersachsen haben wir auch proportional wesentlich mehr Ortsclubs, insgesamt rund 130, in Sachsen-Anhalt sind es lediglich sieben. In solchen regionalen Basen ist das Dazugehörigkeitsgefühl deutlich ausgeprägter."