Wörlitz - Ob Führungen mit einem "Fürsten" durch die einzigartige Park- und Kulturlandschaft oder Schlösser erkunden - viele Besucher hat es am Samstag ins Dessau-Wörlitzer Gartenreich gezogen. "Es ist richtig voll hier, das Wetter ist gut, genau richtig, nicht zu warm, nicht zu kalt", sagte eine Sprecherin der Tourismusgesellschaft in Wörlitz zur Resonanz auf den Gartenreich-Tag. Akteure in historischen Gewändern versetzten die Besucher in die Zeit des Gründers der Parklandschaft zurück. Zudem wurden Ausstellungen, musikalische Gondelfahrten sowie Handwerkskunst geboten.

Mit dem Gartenreichtag erinnern die Organisatoren jedes Jahr im August an Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau (1740-1817). Nach seiner Vision entstand im 18. Jahrhundert in der Region Dessau-Wörlitz-Oranienbaum ein einzigartiges Gartenreich als Verbindung von Kultur und Natur, das bis heute für jedermann zugänglich ist. Die Ideen holte er sich auf etlichen Reisen. So sind Schlösser, Tempel, Brücken und Kanäle in der Parklandschaft im Stil Englands und Italiens gebaut und angelegt worden. Das Dessau-Wörlitzer Gartenreich zählt zum Unesco-Welterbe.