Leipzig/Frankfurt - Sonderflug LH 1989 nach Leipzig/Halle: Mit der Landung des Airbus 320 "Halle a.d. Saale" ist am Sonntag an die Aufnahme des deutsch-deutschen Linienverkehrs vor 25 Jahren erinnert worden. An Bord der Maschine waren auch Passagiere und eine Flugbegleiterin, die bei dem Erstflug knapp drei Monate vor dem Mauerfall dabei waren. Der folgende Umschwung habe "zuerst die innerdeutsche Grenze und dann das politische System zu Fall" gebracht, erinnerte Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP).

Mit der Landung des Lufthansa-Jets aus Frankfurt am Main am 10. August 1989 hatte der reguläre Linienflugverkehr zwischen der BRD und der DDR begonnen. Ab dem 11. August bediente dann die DDR-Interflug die Strecke Leipzig-Düsseldorf. Anfangs verkehrten die Maschinen jeweils zweimal in der Woche. Während die Verbindung in der DDR nur eine Randnotiz war, wurde es im Westen als historisches Ereignis gefeiert. Im November nach dem Mauerfall dann nahm die Lufthansa mit dem Winterflugplan Berlin als reguläres Ziel in ihren Flugplan auf.

Inzwischen sei Leipzig/Halle mit dem Kürzel "LEJ" Deutschlands zweitgrößter Frachtflughafen und Nummer fünf in Europa, sagte Morlok. Er sei vom "Loch in der Mauer zu einem Tor in die Welt" geworden.