Wittenberg - Eine knapp 800 Jahre alte Glockengussgrube ist in der Stadtkirche in Wittenberg entdeckt worden. "Derartige Befunde sind sehr selten", sagte Archäologe Holger Rode am Dienstag. "Es wurde nur ein kleiner Teil freigelegt, weil der Rest unter der Kirchenbestuhlung liegt." Die Grube habe einen Durchmesser von etwa 1,20 Meter und 1,50 Meter Tiefe. Die Vertiefung wurde, wie damals üblich, mit Lehm ausgefüttert und diente als Glockengussform. Da Glocken wegen ihres Gewichts im Mittelalter nicht transportiert werden konnten, wurde an Ort und Stelle gegossen.