Leipzig - Der Wissenschaftsstandort Leipzig/Halle wird kräftig ausgebaut. Dort entstehe das Nationale Leistungszentrum "Chemie und Biosystemtechnik", teilte die Fraunhofer-Gesellschaft am Dienstag mit. Im Großraum Halle/Leipzig sollen demnach verfahrenstechnische Prozesse der kunststoffverarbeitenden, chemischen, biotechnologischen und biomedizinischen Industrie vom Rohstoff bis zum Produkt erforscht werden. Daran beteiligen sich acht Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft, sechs Hochschulen, Unternehmen aus Sachsen und Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Über die Höhe von Investitionen wurden keine Angaben gemacht.

Ebenfalls kooperieren werden die Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur HTWK und die Fraunhofer-Fachgruppe Zell-funktionale Bildanalyse. Damit soll der Forschungsschwerpunkt Regenerative Medizin am Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig gestärkt werden. Die Fraunhofer-Gesellschaft gibt für das Projekt 1,5 Millionen Euro, verteilt auf fünf Jahre. Regenerative Medizin befasst sich mit der Wiederherstellung geschädigter Organe. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung Leipzig mit drei Millionen Euro.