Halle - Unter dem Titel "Im Land der Palme" zeigt die Moritzburg in Halle seit Mittwoch eine Ausstellung über August von Sachsen (1614-1680). Anlass ist dessen 400. Geburtstag. Der evangelische Bischof des Erzstifts Magdeburg und Fürst in Halle hat nach Angaben des Landeskunstmuseums eine politische und kulturelle Ära geprägt. Unter den rund 400 Exponaten der Schau sind Gemälde, Druckgrafiken, Skulpturen, Schmuck- und Dekorationsstücke sowie Jagdgeräte.

Die Palme ist in der Kunstgeschichte ein vielschichtiges Symbol, wie das Landeskunstmuseum betonte. Sie sei Symbol der Barockzeit, der Hoffnung nach Glanz, Freude und einem guten Leben. Nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) musste sich August von Sachsen nach Angaben des Museums in äußerst schwierigen politischen und wirtschaftlichen Bedingungen behaupten. Die Ausstellung erinnere an die Auseinandersetzungen zwischen Katholizismus und Protestantismus im Zuge der Reformation. Die Schau ist bis zum 2. November zu sehen.