Halle - Auf der Suche nach dem mutmaßlichen Mörder einer Studentin aus Bulgarien weitet die Polizei in Halle ihre Ermittlungen aus. Weil es bisher keine heiße Spur gebe, werde die Polizei rund 1000 weitere Menschen anrufen, die rund um den Tatzeitpunkt am Tatort in Halle unterwegs waren, und sie um Speichelproben bitten, sagte ein Sprecher am Mittwoch und bestätigte einen Bericht der "Mitteldeutschen Zeitung". Per richterlichem Beschluss würden nun außerdem zusätzliche drei Stunden der Verbindungsdaten aus der entsprechenden Handy-Funkzelle ausgewertet.

Die Leiche der 29 Jahre alten Studentin war am 7. Februar in einem Nebenarm der Saale entdeckt worden. Die Ermittler gehen von einem Sexualverbrechen aus. Die Studentin lebte seit 2005 in Halle. Bislang ist die Polizei eigenen Angaben zufolge mehr als 1500 Hinweisen nachgegangen. 1400 freiwillige Speichelproben wurden ausgewertet. Es wurde eine Belohnung in Höhe von 10 000 Euro ausgesetzt.