Berlin - Der Chemnitzer FC hat zum Auftakt des DFB-Pokals für die erste dicke Überraschung gesorgt und den Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05 aus dem Wettbewerb befördert.

In einer irren Partie entschied der Drittliga-Tabellenführer das Elfmeterschießen mit 5:4 für sich. Nach 120 Minuten spektakulären Minuten hatte es 5:5 (3:3, 0:1) gestanden.

Keine Mühe hatte dagegen der Mainzer Ligarivale Bayer Leverkusen. Dank fünf Treffern von Stefan Kießling Stefan Kießling setzte sich die Werkself mit 6:0 (4:0) beim Sechstligisten Alemannia Waldalgesheim durch. Für den Zweitligisten 1. FC Nürnberg war durch das 0:1 (0:1) beim klassentieferen MSV Duisburg schon Endstation.

Das größte Spektakel zum Start der ersten Runde lieferte aber die Partie an der Chemnitzer Gellertstraße. Eine Woche nach dem peinlichen Aus in der Europa-League-Qualifikation bei Asteras Tripolis blamierten sich die Mainzer unter ihrem neuen Trainer Kasper Hjulmand schon wieder. Nach einer 2:0-Führung durch die Tore von Niki Zimling (24.) und Shinji Okazaki (49.) entglitt den Rheinhessen zunehmend die Partie. Anton Fink (50./53.) glich für die Gastgeber aus. Auch das 3:2 von Ja-Cheol Koo (73.) genügte dem FSV nicht. Nach einem Eigentor von Niko Bungert (87.) ging es in die Verlängerung.

Dort brachte Markus Ziereis (103.) die Chemnitzer erstmals in Führung. Nach Bungerts 4:4 (109.) erzielte Marco Kehl-Gomez in der 119. Minute das vermeintliche Siegtor für die Sachsen, ehe Johannes Geis die Gäste mit seinem Tor von der Mittellinie zumindest ins Elfmeterschießen rettete. Dort scheiterte dann Neuzugang Gonzalo Jara an CFC-Schlussmann Phillipp Pentke, das Aus der Mainzer war besiegelt.

Treffsicher wie eh und je präsentierte sich indes der Leverkusener Torjäger Kießling. Der ehemalige Nationalspieler war mit fünf Treffern (2./24./31./41., Foulelfmeter/59. Minute) der überragende Spieler vor 7524 Zuschauern im Bruchwegstadion von Mainz. Den sechsten Treffer steuerte der eingewechselte Heung-Min Son (81.) bei. Die Amateure aus der Verbandsliga Südwest wehrten sich nach Kräften, konnten den Favoriten aber kaum einmal ärgern. Im Qualifikations-Hinspiel zur Champions League am kommenden Dienstag beim FC Kopenhagen wird Bayer ganz anders gefordert werden.

Für die Nürnberger wird es unter ihrem neuen Coach Valérien Ismaël langsam ungemütlich. Vier Tage nach dem 1:5 im Derby bei der SpVgg Greuther Fürth setzte es in Duisburg die nächste bittere Schlappe. Vor 18 108 Zuschauern in der Duisburger Arena war Zlatko Janjic (11. Minute/Foulelfmeter) für den Außenseiter erfolgreich. Die Franken hatten bereits in den beiden vorherigen Jahren jeweils den Einzug in die zweite Pokalrunde verpasst.