Magdeburg - Privates Geld für öffentliche Bauten wie Gefängnisse oder Behörden - von diesem Modell nimmt Sachsen-Anhalt laut einem Bericht der "Mitteldeutschen Zeitung" Abstand. "Vom Land wird es derzeit kein PPP mehr geben", sagte Finanzstaatssekretär Jörg Felgner der in Halle erscheinenden Zeitung (Samstag-Ausgabe).

Hintergrund sei die Kritik von Landtags-Finanzausschuss und Landesrechnungshof, die Public-Private-Partnership-Projekte brächten dem Land keinen finanziellen Vorteil, sondern vor allem Risiken. Das größte PPP-Projekt ist das Gefängnis in Burg; dort erfolgten Planung, Bau und Betrieb teils durch einen privaten Investor. Das Land mietet den Bau für 25 Jahre und zahlt dafür 512 Millionen Euro.