Letzlingen - Nach der Besetzungsaktion von Bundeswehr-Gegnern auf dem Truppenübungsplatz in der Altmark hat die Polizei 31 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Das sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Am Abend zuvor hatten die Beamten die Demonstranten von dem Bundeswehr-Gelände geholt. Einige waren freiwillig gegangen, andere wurden weggetragen. Es wurde ein Platzverbot erteilt.

Am Mittwoch wiederholte sich dann laut Polizei im Wesentlichen die Aktion mit weitgehend denselben Beteiligten. So hätten 24 Aktivisten einen Feldweg auf dem für sie verbotenen Areal besetzt und seien der Aufforderung der Bundeswehr, dieses zu verlassen, nicht gefolgt. Daraufhin habe die um Amtshilfe gebetene Polizei am Abend Platzverweise ausgesprochen und die Besetzer von dem Ort weggeholt. Dabei seien einige von sich aus gegangen, andere hätten sich hingegen wegtragen lassen. Insgesamt sei aber alles friedlich verlaufen, sagte ein Polizeisprecher.

Die Aktionen gehen von einem rund einwöchigen Zeltlager von Bundeswehr-Gegnern mit dem Motto "War starts here" (Krieg beginnt hier) aus. Die Teilnehmer richten sich unter anderem gegen Waffenexporte und Kriegseinsätze. In der Altmark werden Soldaten auf Auslandseinsätze vorbereitet.