Letzlingen - Bundeswehr-Gegner sind auf den Truppenübungsplatz in der Altmark vorgedrungen. Polizei und Bundeswehr bestätigten eine entsprechende Mitteilung einer Gruppe von Aktivisten am Dienstag. Die Bundeswehr-Gegner selbst sprachen von etwa 50 Menschen, die begonnen hätten, dort Zelte aufzustellen. Transparente an Bäumen unterstreichen ihre Forderung nach einer Schließung des Gefechtsübungszentrums in der Colbitz-Letzlinger Heide.

Auf dem Platz werden Soldaten auf Auslandseinsätze vorbereitet. Die Bundeswehr hatte am Nachmittag noch nicht entschieden, wie sie als Hausherr mit den Demonstranten umgeht. Der Leiter des Gefechtsübungszentrums, Oberst Gunter Schneider, sprach zunächst mit der Gruppe. Es gilt als Ordnungswidrigkeit, den militärischen Sicherheitsbereich zu betreten.

Am Sonntag hatten Bundeswehr-Gegner in direkter Nähe zum Truppenübungsplatz ein Camp aufgeschlagen. Unter dem Motto "War starts here" (Krieg beginnt hier) richten sich die Teilnehmer unter anderem gegen Waffenexporte und Kriegseinsätze. Am Dienstag sprach die Polizei von rund 200 Teilnehmern. Bislang sei der Protest friedlich verlaufen.