Magdeburg/Berlin - Die Sparkassenkunden in Sachsen-Anhalt setzen trotz des niedrigen Zinsniveaus auf Sicherheit. Das Volumen der Sichteinlagen - das sind in der Regel täglich verfügbare Gelder - kletterte im ersten Halbjahr um 1,5 Prozent auf knapp acht Milliarden Euro, wie der Ostdeutsche Sparkassenverband am Dienstag auf seiner Halbjahres-Pressekonferenz in Berlin mitteilte. Spareinlagen mit einer höheren Verzinsung sanken dagegen von Anfang Januar bis Ende Juni um 1,7 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro. Die gesamten Einlagen blieben mit 18,2 Milliarden Euro nahezu konstant.

"Ostdeutsche Sparer sind keine Spekulanten. Sie entscheiden sich für sichere Anlagen und nehmen dafür niedrige Zinsen in Kauf", sagte der Geschäftsführende Präsident Michael Ermrich. Niedrige Zinsen seien besser als hohes Risiko. "Auch in Gelddingen gilt, wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um", sagte Ermrich, der bis 2013 als Landrat im Harz tätig war. Das Kreditvolumen der 13 Sparkassen in Sachsen-Anhalt stieg im ersten Halbjahr um 2,1 Prozent auf 9,4 Milliarden Euro.