Magdeburg - Im Straßenverkehr in Sachsen-Anhalt sind im ersten Halbjahr 65 Menschen ums Leben gekommen. Das sind fünf weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch auf Anfrage mitteilte. Allerdings stieg die Zahl der Verletzten um mehr als zehn Prozent auf 4955. Die Gesamtzahl der Unfälle sank von Anfang Januar bis Ende Juni 2014 um knapp sechs Prozent auf 34 862.

Vergangenes Jahr hatte die Zahl der Verkehrsunfälle nach früheren Angaben des Innenministeriums den tiefsten Stand seit zehn Jahren erreicht. Insgesamt wurden im Land 76 085 Unfälle gezählt und damit 370 weniger als im Vorjahr. Getötet wurden 139 Frauen, Männer und Kinder.

Als eine der Hauptursachen von schweren Unfällen gilt überhöhte Geschwindigkeit. Die Polizei in Sachsen-Anhalt kontrolliert deshalb diese Woche in einer "Operation Speed" (Einsatz Geschwindigkeit) landesweit verstärkt die Einhaltung der Tempolimits, wie eine Sprecherin der Polizei in Magdeburg sagte. Noch bis Sonntag solle damit das Bewusstsein der Autofahrer geschärft werden.

Deutschlandweit war die Zahl der Verkehrstoten jahrzehntelang gesunken, in den ersten Monaten dieses Jahres aber deutlich angestiegen. So verloren in den ersten fünf Monaten 2014 in Deutschland 1233 Menschen bei Verkehrsunfällen ihr Leben - das sind 8,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt um Juli berichtet hatte. Die bundesweiten Halbjahreszahlen will das Amt an diesem Freitag veröffentlichen.