Halle - Der Untreue-Prozess gegen Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) wird sich noch länger hinziehen als ursprünglich geplant. Es seien weitere Termine bis Mitte November anberaumt worden, sagte der Sprecher des Landgerichtes Halle, Wolfgang Ehm, am Freitag. Er bestätigte damit einen Bericht der "Mitteldeutschen Zeitung" vom gleichen Tag. Unter anderem sollen weitere Zeugen gehört werden.

Wiegand ist wegen des Verdachts auf schwere Untreue angeklagt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, an drei seiner engsten Mitarbeiter mehr Geld zu zahlen als im Tarifvertrag vorgesehen ist. Bis zum Ende von Wiegands siebenjähriger Amtszeit könnten durch diese Höhergruppierung der Mitarbeiter 300 000 Euro an Mehrkosten entstehen. Der OB bestreitet die Vorwürfe.

Der Prozess läuft seit dem 3. Juli. Ursprünglich wollte die Wirtschaftskammer bis Ende September verhandeln.