Magdeburg/Erfurt - Landesbischöfin Ilse Junkermann will ihr Amt auch künftig nutzen, um Kritisches anzusprechen. "Abzuwägen, was ist ein Wort, was sonst niemand sagt, und sich an die Grenze zu wagen, ohne dass ich Menschen brüskiere, ist auch ein Lernprozess für mich", sagte die 57-Jährige der Nachrichtenagentur dpa in Magdeburg zur Mitte ihrer zehnjährigen Amtszeit. Noch frisch im Amt hatte Junkermann vor fünf Jahren mit dem Thema Vergebung im Zusammenhang mit der Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit für großen Unmut gesorgt. Die Bischöfin stammt aus Baden-Württemberg und hatte dort auch bis zu ihrem Amtsantritt gearbeitet.