Halle/Leipzig - 50 Kilometer Gleise, 200 Weichen und 9 Brücken: Bis Ende 2017 soll der Bahnhof Halle zu einem modernen Knotenpunkt im Reise- und Güterverkehr umgebaut werden. "Eine starke und leistungsfähige Wirtschaft gibt es nur dort, wo es auch eine starke und leistungsfähige Infrastruktur gibt", sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) am Freitag zum symbolischen Baubeginn in Halle. Die Stadt an der Saale soll künftig zu den Topadressen unter den europäischen Logistikstandorten gehören.

Das Projekt kostet nach Angaben der Deutschen Bahn rund 700 Millionen Euro. Unter anderem müssten neue Gleise, Weichen und Brücken gebaut werden. In rund drei Jahren soll der neue Bahnknoten auf der neuen ICE-Strecke von Nürnberg über Erfurt und Halle/Leipzig nach Berlin fertiggestellt werden. Bis dahin sei mit Behinderungen und großräumigen Sperrungen für Reisende und Anwohner zu rechnen, hieß es.

Mit dem neuen Bahnknoten könnten ICE-Züge künftig bis zu 160 Stundenkilometer fahren, so ein Bahnsprecher. Der Bau werde in mehrere Abschnitte unterteilt. Zunächst wird der nördliche Teil der Bahnanlagen angebunden, ab 2015 der östliche. Ein Jahr lang soll im Westen gebaut und damit das Projekt abgeschlossen werden.