Southampton - Golf-Star Martin Kaymer hat als erster Deutscher das Gipfeltreffen der vier Major-Sieger gewonnen und ein Preisgeld von 600 000 Dollar kassiert. Bei dem Einladungsturnier auf den Bermudas setzte sich der 29-Jährige aus Mettmann im Stechen gegen den Amerikaner Buba Watson durch.

"Es war eine fantastische Woche", sagte ein strahlender Kaymer bei der Vergabe des Rosa Jackets für den Sieger. Der Kurs sei "schwierig. Da spielt man schnell ein paar Bogeys."

US-Open-Sieger Kaymer (65/71) und Master-Gewinner Watson (67/69) lagen nach den zwei am Dienstag und Mittwoch gespielten Runden mit 136 Schlägen über jeweils 18 Löcher gleichauf. Im Stechen auf dem Port Royal Golf Course hatte dann Kaymer die besseren Nerven und schaffte schon am ersten Loch mit einem Birdie die Entscheidung.

Schon beim Ryder-Cup-Erfolg der Europäer über die USA hatte Kaymer das direkte Duell gegen Watson gewinnen können. "Er sagte zu mir am neunten Loch, vielleicht sollte ich anfangen, gemein zu dir sein", erzählte Kaymer mit einem Schmunzeln. Doch Watson gratulierte nach seinem vergebenen letzten Putt fair.

Dritter beim PGA Grand Slam of Golf wurde der Weltranglisten-Erste Rory McIlroy aus Nordirland. Der British-Open-Gewinner und PGA-Championsship-Sieger lag acht Schläge zurück. US-Profi Jim Furyk wurde mit neun Schlägen Rückstand Vierter. Furyk ist kein aktueller Major-Champion, sprang als Ersatzmann für den Titelverteidiger Adam Scott aus Australien ein.

Bei der mit 1,35 Millionen Dollar dotierten Veranstaltung hatten nur die vier Major-Sieger des Jahres abgeschlagen. Für Kaymer war es die zweite Teilnahme. Bereits 2010, nach seinem ersten Major-Erfolg bei der PGA Championship, durfte er auf den Bermudas starten. Damals belegte Deutschlands bester Golfer den dritten Rang.