Die Entwicklung des HC Salzland 06 geht kontinuierlich voran. Das belegt nicht in erster Linie der jüngste 29:24-Erfolg in der 3. Liga gegen die HSG Osterode Harz, das belegt dessen Entstehung.

Staßfurt l In der Defensive war der HCS 06 ja schon immer stark, gehörte in der vergangenen Saison der 3. Liga und zuvor in der Mitteldeutschen Oberliga zu den Teams mit den wenigsten Gegentreffern. Doch oftmals stand dem Team in dieser Zeit das Positionsspiel im Wege, in dem es sich unglaublich schwer tat, gute Wurfgelegenheiten zu erspielen. Seit der Ära René Linkohr ist in diesem Element eine große Steigerung zu beobachten. "Wir sind variabel im Rückraum geworden", lobte auch der Coach. Ob mit Thea Schwarz, Stephanie Jäger und Yvonne Sachse im Wechsel oder gar Christiane Retting: "Wir haben Osterode vor Probleme gestellt."

Mit dem guten Auge der Spielerinnen auf Rückraum Mitte wurden auch Paula Farken und Kristin Schüler am Kreis in Szene gesetzt, weil sich die beiden gut freilaufen konnten. "Die beiden hatten immer Freiheiten." Somit wurde auch die kurze Schwächephase kompensiert, als Salzland nach einer 16:9-Führung beim 18:15 nur noch mit drei Zählern vorn war. In einer Auszeit erinnerte Linkohr, "dass wir unsere Angriffe länger ausspielen wollten". Nach Wiederbeginn "haben wir uns rechtzeitig gefangen, beim 27:20 war das Spiel gegessen".

In der Defensive musste sich das Team erst finden, "nach neun Minuten hatten wir uns aber gefangen. Dann ist unser Konzept aufgegangen." Salzland hatte dann also den gegnerischen Rückraum permanent gestört - was angesichts der körperlich robusten Kontrahentinnen wahrlich keine einfache Aufgabe war. "Wir haben sie nicht mehr in den Nahwurfbereich kommen lassen." Und da der Gast seine Außen zuweilen gänzlich vernachlässigt hatte, gelangen immer wieder Ballgewinne. Diese mündeten zuweilen in spektakulär lange Pässe von Josephine Klauß oder Paula Farken auf Caroline Rosiak, die per Konter in zwei Treffer ummünzte.

Aufgrund der schwankenden Leistungen der Harzer in der bisheigen Saison konnten sich Linkohr und Co-Trainer Daniel Schmidt nur bedingt auf den Kontrahenten vorbereiten. "Also wollten wir unser Spiel aufziehen." Auch das ist dem Team gelungen, was "überaus positiv" war. Es ist ein weiterer Beleg für die kontinuierliche Entwicklung der Mannschaft.