Schönebeck l Eigentlich bringt in der Weihnachtszeit Knecht Ruprecht die Geschenke. Doch dieses besondere Geschenk wollte Landes-Bauminister Thomas Webel (CDU) dann doch persönlich überreichen: den Zuwendungsbescheid über rund 2,2 Millionen Euro für die Stadtentwicklung in Schönebeck. Geld für die Fortsetzung des Stadtumbauprozesses.

740 000 Euro fließen in die Sanierung des Industriemuseums, kurz Imuset. Das Gros wird für die Dächer, Einlassgebäude und Werkhalle verwendet werden - die Originalstruktur soll wieder hergestellt werden. „Ein Stück Geschichte des Hauses kommt damit zurück“, freut sich Imuset-Präsident Georg Plenikowski. Mit den verbleibenden Mitteln können die Arbeiten an den Fassaden der beiden Gebäude begonnen werden. „Die Mitglieder haben derzeit viel Arbeit. Sie verpacken alle Ausstellungsstücke, damit die Arbeiten bald starten können“, erzählt er. Die komplette Sanierung wird sich wohl über drei Jahre hinziehen. Plenikowski betont: „Ich glaube, es reicht nicht, nur Danke zu sagen. Mit dem Angehen der Sanierung werden die Bürger der Stadt gewürdigt, die Spenden und Objekte eingebracht haben, und auch die Schönebecker Wirtschaft, die mit Geld und Leistungen geholfen hat. Für alle ist es eine hohe Anerkennung, dass wir diesen wunderbaren Schritt wagen.“ Das hört Minister Webel gern und sagt: „Es geht uns auch darum, das Heimatgefühl der Schönebecker, die Identifikation mit ihrer Stadt, zu stärken.“

Freude auch bei Sigrid Meyer. Die Chefin der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft (SWB) Schönebeck erhält von Webel eine Zusage über knapp 1,5 Millionen Euro Fördermittel. Verwendung finden diese für den Neubau von Häusern in der Dr.-Martin-Luther-/Krausestraße, ganz genau gesagt für die Objekte im Lutherpark 2-4. Die SWB wird hier in den nächsten drei Jahren rund 3,8 Millionen Euro an Eigenmitteln einfließen lassen. „Der erste Bauabschnitt wurde bereits 2015 an die Mieter übergeben. Hier erfolgte keine Förderung. Haus 2 ist im Bau befindlich und wird im Frühjahr 2017 übergeben“, so Sigrid Meyer auf Nachfrage.

Oberbürgermeister Bert Knoblauch (CDU) dankt seinen Mitarbeitern, die sich mit Sigrid Meyer und Georg Plenikowski zusammengesetzt haben. Bei all den Auflagen sei die Antragstellung mit viel Arbeit verbunden.