Berlin - Auch am Tag nach dem Coming-Out von Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger gab es weitere Reaktionen.

DFB-Direktorin Steffi Jones: "Ich freue mich für Thomas Hitzlsperger, dass er den Schritt in die Öffentlichkeit gewagt hat. Ich sehe das als sehr positives Zeichen und habe großen Respekt davor. Grundsätzlich sollte allerdings jedem selbst die Entscheidung überlassen werden. Schließlich geht es hier um sehr private Dinge und das sollte man respektieren."


Willi Lemke, UN-Sonderbeauftragter für den Sport: "Ich glaube, dass es jetzt wirklich Zeit ist. In den nächsten Wochen und Monaten werden sich mehrere outen." (rbb-Inforadio)


Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein:"Grundsätzlich glaube ich, er ist nicht der Einzige im Fußball. Ich finde seinen Schritt mutig und gut."


Biathlon-Olympiasiegerin Magdalena Neuner: "Ich finde es sehr mutig von Thomas Hitzlsperger, dass er sich überhaupt outet. Er möchte Zeichen setzen. Und dafür kämpfen, dass Homosexuelle sich auch im Sport freier bewegen können und sich trauen, offen damit umzugehen, wie sie leben."


Fußball-Profi Arjen Robben vom FC Bayern München: "Er ist homosexuell - und? Ich finde es ganz normal und natürlich. Ich kann ja hier auch sagen, ich bin heterosexuell. Ich sehe da kein Problem."


Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig: "Es ist gut und ein starkes Signal, dass Thomas Hitzlsperger sich geoutet hat. Das macht deutlich: Homosexualität gehört zur Normalität in Deutschland."


Theo Zwanziger, früherer Präsident des Deutschen Fußball-Bundes: "Seine Entscheidung, dies in dieser Form zu tun, ist ein weiterer Schritt für die Entkrampfung des Fußballs, wo solche Themen noch immer viel zu stark tabuisiert werden, wo die Stadien noch immer viel zu sehr von Homophobie geprägt sind. Deshalb wünsche ich mir, dass auch im Fußball irgendwann Normalität einkehrt, dass die sexuelle Orientierung eines Spielers Privatsache ist und diese niemanden irgendetwas angeht." (Interview "Frankfurter Allgemeine Zeitung")


Ex-Fußball-Nationalspieler Arne Friedrich: "Er hat eine Tür aufgestoßen für viele andere. Auch aktive Fußballer könnten sich nun nach den vielen positiven Reaktionen leichter offen über ihre Sexualität äußern." (Interview Zeit online)


Fußball-Profi Cacau vom VfB Stuttgart: "Das war sehr mutig von ihm, auch wenn er schon aufgehört hat. (...) Das ist für mich überraschend, das hätte ich nicht gedacht. (...) Wir haben uns gut verstanden. Wir hatten tolle Gespräche über Gott und die Welt. Und das ändert nichts an meinem Respekt für ihn und meiner Freundschaft mit ihm."